Seoul tourismus

Willkommen in Seoul, der südkoreanischen Hauptstadt. Die als „Wunder am Han Fluss“ bekannte Stadt bewahrte jahrzehntelang die Ruhe, während das Land nach dem Korea Krieg wiederaufgebaut wurde. Bis heute ist Seoul zu einem Wirtschaftsmotor und Mittelpunkt der Hallyu aufgestiegen – einer Welle koreanischer Kultur, die weltweit über die Smartphones, Tanzflächen und Lebensmittelabteilungen fegt. Doch Seoul war nicht immer so aufgeschlossen.

Im 14. Jahrhundert umschloss eine lange Festungsmauer die antike Hauptstadt. Deren Tore hielten jede Nacht plündernde Sibirische Tiger und Eindringlinge fern. Seitdem hat sich die Stadt weit über die großen Stadttore und Guardian Mountains hinaus ausgebreitet.

Im Seoul des 21.

Jahrhunderts stehen Glas und Stahltürme neben historischen Bögen und Palastdächern. Hier erzählen die Pinselstriche der Vergangenheit und moderne Kunst Geschichten von Tradition und Inspiration. Seouls unglaubliche Größe und Geschichte kann einschüchternd wirken, weshalb wir bei der K Style Hub starten, einem hochmodernen Besucherzentrum. Hier strömen südkoreanische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen, vom neuesten K Pop bis hin zu zeitlosen Nationalparks, von innovativem K Design bis hin zu jahrhundertelang perfektionierten Traditionen.

Warum schlüpfen Sie nicht in ein traditionelles Gewand? Wer sich im Hanbok Stil kleidet, erhält nicht nur einen Einblick in Koreas Geschichte, sondern auch freien Eintritt zu vielen der meistverehrten historischen Stätten. Am Gwanghwamun Platz thront die glänzende Statue von König Sejong, dessen Amtszeit in der Joseon Dynastie ein goldenes Zeitalter der Literatur, Wissenschaft und Technologie erlebte. Das Oberhaupt sitzt vor dem größten der fünf Königspaläste Seouls: dem Gyeongbokgung, Palast scheinender Glücklichkeit.

Als Residenz der Joseon Herrscher vom späten 12. Jahrhundert bis 1910 überdauerte der Palast Brände, Invasionen und Kriege. Schlendern Sie durch die verzierten Tore, Pavillons, Säle und Thronzimmer, die im Einklang mit Konfuzianischen Prinzipien perfekt auf die einfache, pinienbewachsene Bergkulisse abgestimmt sind.

Fahren Sie mit dem Bus oder der U Bahn gen Osten und entdecken Sie die angrenzenden Paläste Changdeokgung und Changgyeongung, die nur durch eine Steinmauer getrennt sind. Im ruhigen geheimen Garten von Changdeokgung können Sie am Teich sitzen, wo einst Könige Pausen einlegten und unter Ginkgo und Walnussbäumen Gedichte schrieben. Im Süden beim Deoksugung Palast findet dreimal am Tag die zeremonielle Wachablösung statt.

Erkunden Sie danach die vielschichtigen Gebäude, wie den Pavillon des Kaffeeliebhabers König Gojong, der den Weg für die künftige Koffein Leidenschaft des Landes bereitete. Gleich im Westen liegt der letzte große Palast von Seoul: Gyeonghuigung, ein Rückzugsort in unruhigen Zeiten. Sehen Sie sich nach den Tempeln an, wie Regierungsbeamte und einfache Leute lebten.

Im Namsangol Hanok Dorf wurden altertümliche Gebäude und Traditionen in einer von Seouls ruhigsten und malerischsten Gegenden erhalten. Wie die Bürger ihre Häuser einrichteten, sehen Sie im Möbelmuseum von Seongbuk gu. Hier sind über 2000 Exponate praktischer Handwerkskunst in zehn traditionellen Häusern ausgestellt.

Die Handwerksgeschichte geht weiter im koreanischen Nationalmuseum, in dem Staatsschätze wie die 10 stöckige Pagode und unbezahlbares weißes Porzellan aus der Joseon Ära gezeigt werden. Doch in den belebten Straßen von Seoul trifft Vergangenheit wirklich auf Gegenwart und Shopping sowie Gastronomie gehen Hand in Hand. In der Nähe des Great South Gate liegt der größte Marktplatz Koreas, der Namdaemun Markt, wo Einheimische seit 600 Jahren feilschen.

Wenn Sie Kosmetikartikel suchen, strömen Sie mit Millionen anderen Shoppingfans nach Myeong dong zu den über 1000 Kosmetikgeschäften. Und wenn Sie eine Pause brauchen, gönnen Sie sich einen Snack. Von Hummerschwanz bis hin zu turmhohem Eis sind die Möglichkeiten grenzenlos.

Etwas weiter nördlich liegt Insadong, wo Sie Tage im Labyrinth aus Antiquitäten, Kuriositäten und Handwerksständen verbringen können. Nur eine kurze Busfahrt weiter auf dem Dongdaemun Markt könnten Sie sogar monatelang die Mode in den 26 Einkaufszentren und 30.000 Läden durchstöbern. Entstauben Sie Nostalgie Gegenstände und Schnäppchen auf dem Traditionellen Gwangjang Markt, und genießen Sie anschließend die besten koreanischen Pfannkuchen der Stadt.

Wenn Sie Meeresfrüchte mögen, besuchen Sie den futuristischen Noryangjin Fischmarkt, wo geschickte Händler an 700 Ständen alle möglichen Köstlichkeiten feilbieten. Auf der Suche nach Gangnam Style? Flussaufwärts wurde Samseong dong durch exklusive Boutiquen und breite Boulevards zu Seouls Beverly Hills. Doch es gibt nicht nur Klunker, sondern auch Wonne in Gangnam.

Schlendern Sie durch das Gate of Truth und halten Sie sich in der Umgebung des buddhistischen Bongeunsa Tempels auf, einem friedlichen Gegenpol zum hektischen Shopping in Seoul. Es gibt jede Menge ruhige Orte. In Gangnam finden Sie außerdem die Stadien und Museen der 24.

Olympischen Spiele, im Olympic Park. Am anderen Flussufer können Sie auf den Lichtungen des Seoul Forest entspannen oder sich flussabwärts an den Teichen und Skulpturen des Yongsan Park erfreuen. Der Namsan gehört zu Seouls Guardian Mountains, die die südliche Grenze der historischen Hauptstadt bilden.

Die Stadt ist längst drumherum gewachsen und hat den Berg zu einem beliebten Rückzugsort im Grünen gemacht. Im Namsan Botanical Garden schlängeln sich Pfade durch Felder aus Wildblumen und Pinienwälder. Erklimmen Sie zu Fuß oder mit der Seilbahn den Gipfel, um fabelhafte Aussichten von der Stadtmauer oder vom Turm zu genießen.

Mitten in der geschäftigen Innenstadt von Seoul bekam eine weitere Sehenswürdigkeit neuen Auftrieb. Nach jahrelanger Vernachlässigung wurde der Cheonggyecheon in eine Ruheoase und ein kreatives Zentrum verwandelt. Gönnen Sie sich eine Auszeit abseits der belebtesten Straßen an einem so ruhigen Ort, an dem Sie die Vögel zwitschern oder Paare flüstern hören.

Lassen Sie die Lichter und den Lärm noch weiter hinter sich – inmitten der Granitgipfel des Nationalparks Bukhansan. Mit der U Bahn gelangen Sie in 45 Minuten hierher und können in klarer Bergluft vorbei an Tempeln und rauschenden Bächen wandern. Weniger als 90 km von Seoul entfernt liegt ein weiterer Ort der Besinnung, das Friedensdorf Panmunjom.

Nach drei Jahren Krieg wurde hier 1953 die Waffenruhe zwischen Nord und Südkorea unterzeichnet. Vom Wachturm aus überblicken Sie die gespenstische Stille der DMZ, der 4 km breiten Pufferzone zwischen den beiden Koreas. Trotz der Anspannung hier herrscht doch eine hoffnungsvolle Stimmung.

Zurück in Seoul sollten Sie das Kriegsdenkmal Koreas besuchen, um das Ausmaß und Trauma des Krieges zu verstehen, der ein Land teilte und Millionen Opfer aus 22 Nationen forderte. Neben der üblichen Kriegsmaschinerie ist dies vor allem ein Ort der Erinnerung, Sehnsucht und Entschlossenheit. Wenn die Sonne untergeht, versammeln sich die Einheimischen am Ufer des Han und bewundern die Banpo Brücke bei einer Wasser und Lichtshow.

In solchen Momenten besinnen sich die Koreaner auf die Möglichkeiten im Leben und werden daran erinnert, dass sie alles erreichen können, dem sie sich mit Leib und Seele widmen. Und Seoul, das Wunder am Han Fluss, ist der beste Beweis.