Edinburgh tourismus

Manche Städte sind mehr als einfach Ziegel und Mörtel. Sie wurden auf Idealen errichtet und im Vertrauen darauf, dass das Leben morgen viel besser sein kann als es heute ist. Eine davon ist Edinburgh. Mit mehr als 4.500 denkmalgeschützten Gebäuden ist die schottische Hauptstadt eine der schönsten Städte der Welt.

In Edinburghs Old Town mit der Royal Mile kann man heute noch auf den Spuren mittelalterlicher Kaufleute, Leichenräuber und Dichter wandeln. Die New Town mit ihrem typischen gregorianischen Stil erstrahlt immer noch im Glanz der Schottischen Aufklärung. Daneben bietet Edinburgh malerische hohe Felsen und spektakuläre Gartenanlagen und ist das ganze Jahr über Veranstaltungsort von Partys und Festivals, die ihresgleichen suchen. Um Edinburgh in seiner ganzen Pracht zu sehen, bietet sich das Besteigen oder sogar Erklimmen des Hausbergs der Stadt, Arthur’s Seat, an, dem höchsten der sieben Stadthügel.

Einige Historiker sind davon überzeugt, dass sich hier König Artus legendäre Burg Camelot befand, was kaum überrascht, da Edinburgh seit Jahrtausenden ein wichtiger Knotenpunkt der Geschichte ist.

In der Nähe erheben sich auf dem Plateau eines erloschenen Vulkans die Burgmauern von Edinburgh Castle, einem eindrucksvollen Symbol Schottlands. In den letzten elf Jahrhunderten wurde die Burg 26 Mal belagert und musste den Angriffen feindlicher Clans, Könige und Länder mit Breitschwertern und Kanonen standhalten. Aber sie steht noch, als anschauliches Zeugnis für die Unbeugsamkeit der Schotten. Edinburgh nimmt zudem einen besonderen Platz im Herz der heutigen Monarchie ein.

Die letzte der königlichen Yachten, die Britannia, segelte weit mehr als eine Million Meilen, bevor sie im Jahr 1997 außer Dienst gestellt wurde. Heute liegt sie dauerhaft am Ocean Terminal vor Anker und verdeutlicht die Zuneigung der königlichen Familie zu Schottland und seinen Einwohnern. Edinburgh ist seit Jahrhunderten das „Juwel in der Krone“ von Häuptlingen und Königen, es ist aber auch ein Ort, an dem die Ritterlichkeit der Vergangenheit bis heute überlebt hat.

Unter der Turmspitze der St Giles’ Cathedral befindet sich die neugotische Thistle Chapel, die die heute lebenden 16 regulären Ritter des ältesten schottischen Ritterordens sowie die, die vor ihnen kamen, ehrt. Es sind aber nicht nur tapfere Ritter, die in Edinburgh gefeiert werden, nein, der Stadt entstammen auch einige der beliebtesten Schriftsteller und Werke der Welt. In den Princes Street Gardens befindet sich das weltweit größte Denkmal zu Ehren eines Schriftstellers.

Es erinnert an Sir Walter Scott, der unter anderem Ivanhoe und Rob Roy verfasste. Im nahegelegenen Writers' Museum erfahren Sie nicht nur mehr über Scott, sondern auch über zwei andere schottische Schriftsteller und Dichter: Robert Burns und Robert Louis Stevenson. Aber auch Autoren der Gegenwartsliteratur erliegen immer noch Edinburghs Charme.

Szenen der ersten beiden Bücher von J.K. Rowlings bekannter Harry Potter Romanreihe spielen in versteckten Ecken der Old Town, wie dem Café Elephant House. Außer Geschichte und Literatur ist Edinburghs größtes Geschenk an die Menschheit sein Verdienst im Bereich der Wissenschaft und Technologie, was der Stadt den Beinamen „Athen des Nordens“ eingebracht hat. Über vier Jahrhunderte lang gab uns die Universität Edinburgh geniale Köpfe wie Charles Darwin, David Hume und Alexander Bell.

Die Innovationen von Jahrhunderten finden Sie im National Museum of Scotland, ein tolles Beispiel ist aber auch die Forth Bridge in South Queensferry, ein Wunderwerk der Ingenieurskunst zur Zeit ihrer Eröffnung im Jahr 1890, das auch heute noch den Atem raubt. Know how und Schönheit gehen auch im Royal Botanic Garden Edinburgh Hand in Hand. Der bereits 1670 gegründete Botanische Garten ist eines der ältesten, weltweit renommierten wissenschaftlichen Zentren für Botanik, Pflanzenvielfalt und deren Erhaltung, gleichzeitig aber ein Ort, an dem auch gestresste Besucher für einen Augenblick innehalten und ins Schwärmen geraten.

Schönheit findet man in Edinburgh an jeder Straßenecke, seien es die elegante Innenausstattung des Georgian House, die unbezahlbaren Werke der National Gallery of Scotland oder einfach nur die Blumenkästen und ampeln, die die Pubs der Stadt schmücken. Edinburgh hat sich auf viele Arten und Weisen weltweit verdient gemacht. Am wichtigsten ist vielleicht, dass es uns zeigt, dass alle Bereiche des menschlichen Erfahrungsschatzes, die Wissenschaft und die Kunst, die Vergangenheit und die Gegenwart und das Heilige und das Profane, gleichwertig sind.

Und dass alle diese Elemente zusammen ein fruchtbares Miteinander schaffen, einen bestimmten Geisteszustand, eine Stadt... eine unvergleichliche Stadt!